Warum ist E-Learning so erfolgreich?

Wird immer beliebter: Lernen von unterwegs

Wird immer beliebter: Lernen von unterwegs

Viele Menschen verfügen – mehr oder weniger freiwillig – über viel Zeit, die sie tatenlos in Zügen, Straßenbahnen, Wartezimmern, in Flughäfen, an Bushaltestellen oder in langweiligen Sitzungen verbringen müssen. Viele halten das für vertane Zeit. Dabei hat sich die Technologie inzwischen so weit entwickelt, dass so gut wie jeder Bundesbürger über ein mobiles Endgerät verfügt. Die Zahl der weltweiten Nutzer von Smartphones und Tablets ist von 1,58 Milliarden im Jahr 2012 auf mittlerweile 2,5 Milliarden Endgeräte angewachsen. Anstatt die Zeit sinnlos mit Spielen, Social Network, Musik und What‘s App zu verdaddeln, überlegen sich immer mehr Menschen, diese Technologie auch sinnvoll einzusetzen, z.B. durch die Nutzung von E-Learning-Programmen. Diese Graphik zeigt, wie weit die Technologie der mobilen Endgeräte bereits in den Alltag vorgedrungen ist:

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Weltweite Nutzung mobiler Endgeräte in Mrd., Quelle: Statista 2015

Vom Computer zum Smartphone: Technologie als Bildungsträger

Bereits in den achtziger Jahren hat der Computer Einzug in die Wohn-, Arbeits- und Kinderzimmer der Menschen gehalten. Ein gutes Jahrzehnt später kam auch das Internet hinzu und verbindet heute jeden Arbeitsplatz mit dem täglich wachsenden Wissen und Erfahrungsschatz der ganzen Welt. Für die Bewohner entlegener Gebiete, wie z.B. dem australischen Outback, wo es zum Teil noch nicht einmal Handyempfang gibt, stellt das Internet – in dem Fall über Satellit – sogar die einzige Verbindung zur Außenwelt dar. Die unterrichtenden Lehrer sind hier bis zu 300 Kilometer von ihren Schülern entfernt und über Internetverbindungen zugeschaltet. Oftmals leben in den verstreut liegenden Farmsiedlungen nur eine Hand voll Familien. Ein regulärer Schulbetrieb wäre hier kaum durchführbar. Landesweite Tests haben gezeigt, dass die Internetschulen dabei nicht schlechter abschnitten, als die australischen Schulen mit regulärem Präsenzunterricht.

Das Beispiel Australien zeigt, wie sehr sich der moderne Unterricht verändert, und wie weit Technologie dabei helfen kann, Entfernungen und andere Hürden zu überbrücken. Auch in Großstädten, wo weniger die Entfernung, als vielmehr fehlende Zeit ein Problem darstellt, hat E-Learning an Bedeutung gewonnen. Anstatt wie früher Bibliotheken zu bestimmten Uhrzeiten aufsuchen zu müssen und sich in Zettelkästen nach geeigneter Literatur zu informieren, hat heute jeder zu jedem Zeitpunkt Zugriff zu beliebig vielen Informationen. Das Problem besteht heute nicht mehr darin, geeignete Informationen zu finden, sondern die nützlichen von den unnützen Informationen zu unterscheiden. Verschiedene Bildungseinrichtungen haben sich seitdem Gedanken gemacht, wie sie Inhalte online aufbereiten können und so effektiver nutzbar gemacht werden können.

Der Hörsaal ist auf der Straße: E-Learning ist Street Learning

Nach der Erfindung des Computers und des Siegeszuges des Internets stehen wir nun vor einer weiteren technologischen Revolution: Die Durchdringung mit mobilen Endgeräten und damit eine einhergehende Veränderung der Nutzergewohnheiten. Nutzten 2011 noch 80 Prozent der Deutschen hauptsächlich einen Desktop PC, um ins Internet zu gehen, während nur 3 Prozent einen Tablet PC besaßen und 18 Prozent ein Smartphone, haben sich die Verhältnisse drei Jahre später nahezu umgekehrt: Im Jahr 2014 lag der Anteil der Desktop PC Nutzer fast gleich mit den Smartphone Nutzern und bereits 20 Prozent nutzten das Tablet, um im Internet zu arbeiten, wie diese Graphik verdeutlicht:

Smartphone- und Tablet Nutzung in Deutschland in Prozent, Quelle: Statista 2015

Smartphone- und Tablet Nutzung in Deutschland in Prozent, Quelle: Statista 2015

Für diese Entwicklung gibt es mehrere Gründe: Zunächst einmal sind mobile Endgeräte immer günstiger und gleichzeitig leistungsfähiger geworden, so dass sich mittlerweile auch Schüler und Studenten problemlos Smartphones und Tablets leisten können. Des Weiteren gibt es immer mehr Software-Entwickler, die für die wachsende Nutzerschicht geeignete Programme zur Verfügung stellen, so dass die Arbeit mit mobilen Endgeräten wiederum attraktiver wird. Hinzu kommt eine wachsende Mobilität der Bevölkerung: Immer mehr Studenten und Berufstätige pendeln regelmäßig über weite Entfernungen oder besuchen Messen, Kongresse und Fachveranstaltungen in anderen Orten. Nicht zuletzt hat auch die Liberalisierung des Fernverkehrsmarktes im Binnenverkehr im Jahr 2009 zu gesunkenen Mobilitätskosten geführt. Immer mehr Studenten und Berufstätige verbringen ihre Zeit daher in Bahnen und Fernbussen und suchen ihre Zeit sinnvoll mit ihren mobilen Endgeräten zu nutzen.

Darum gewinnt E-Learning an Bedeutung:

  • Technologie liefert immer leistungsfähigere Hardware zur E-Learning-Nutzung
  • Immer mehr Programme und Angebote sind auf mobile Endgeräte zugeschnitten
  • Zunehmende Mobilität der Bevölkerung
  • Wachsendes Bedürfnis nach freier Zeiteinteilung
  • Informationen müssen heute jederzeit und von jedem Ort abrufbereit sein

Was macht E-Learning so erfolgreich?

Das Beispiel Australiens hat gezeigt, dass man aus der Not eine Tugend machen kann. Längst hat E-Learning bewiesen, dass die Methode auch außerhalb des australischen Outbacks seine Vorzüge hat. Hinzu kommt die technische Entwicklung: Mobile Endgeräte werden immer günstiger und leistungsfähiger, die darauf programmierten Anwendungen werden immer nutzenorientierter. Insgesamt steigt dadurch die Bereitschaft der Anwender, unterwegs in Zukunft stärker auf mobiles E-Learning zurückzugreifen und so die vorhandene Zeit effektiver nutzen zu können. Der Austausch von Daten, der Abruf von Informationen und das Tätigen von interaktiven Transaktionen – das alles findet zunehmend unterwegs und auf der Straße statt. Die S-Bahn wird zunehmend zum mobilen Klassenzimmer. Viele Berufstätige lernen Morgens auf dem Weg ins Büro schon die ersten Unterrichtslektionen und füllen in der Mittagspause die ersten Testaufgaben aus.

Was ist Blended E-Learning?

Unter Blended E-Learning versteht man die Verschmelzung von klassischem E-Learning mit Präsenzelementen. Damit werden aus jedem Anwendungsgebiet die Vorteile jeweils miteinander kombiniert um so optimale Lernerfolge zu erzielen. Präsenzveranstaltungen haben den Vorzug, dass ein direkter und physischer Kontakt zu einem Lehrer hergestellt ist. Erfahrungswerte zeigen, dass dieser Erfolgsfaktor nicht durch andere Faktoren kompensiert werden kann. Auf der anderen Seite hat E-Learning wiederum den Vorteil, dass man sich seine freie Zeit selbst einteilen kann und beliebig viele Wiederholungen der Lerneinheit durchführen kann. Blended Leraning kann auch bei E-Latinum.de betrieben werden: Jeder Kursteilnehmer erhält er exklusiv die Kontaktdaten eines persönlichen Lerncoaches. Dieser wird mit ihm zusammen Übungsaufgaben durchführen, korrigieren und für Fragen zur Verfügung stehen. Der Kursteilnehmer kann während seines Kurses kostenlos fünf Testklausuren schreiben und von seinem Fachlehrer korrigieren lassen. Am Ende des Kurses stehen verschiedene Prüfungstermine in mehreren Städten in Deutschland, Österreich oder der Schweiz zur Auswahl, so dass die Klausurleistung zu denselben Bedingungen abgelegt werden kann, wie sie auch für Schüler und Studenten gelten. Nur so ist eine Anerkennung der Prüfungsleistung an Hochschulen möglich.